FUNERAL FOREST

Winter Forest (Demo 2005)


Denkbar unglücklich wählte das französische Zweigespann von Funeral Forest den Einstieg für ihr aktuelles Demo "Winter Forest". Denn was sich z.B. schon die Stümper von Totenburg mit ihrem "Winterschlacht"-Intro auf gleichnamigem Machwerk leisteten (Einleitung komplett aus der Filmmusik zum 13.ten Krieger geklaut), das erdreisten sich die Protagonisten Cadavre und Vargath auch hier. So bestimmt die ersten 5 Minuten des mir vorliegenden Bandes gleich mal das Hauptthema aus "Conan - Der Barbar", zu allem Überfluss auch noch in einer klanglichen Qualität, die mich erschaudern lässt und wahrscheinlich nur deswegen so gewählt wurde, um das eigentliche Material der Band im Direktvergleich nicht ganz so abstinken zu lassen. Ein frommer Wunsch, doch tritt genau das Gegenteil ein und besagtes Intro bleibt, wie fast schon erwartet, das einzig Essenzielle auf diesem Demo.
Doch soll nicht zu schnell alles schlecht geredet werden, was diese Veröffentlichung zu bieten hat, denn "Winter Forest" hat tatsächlich auch seine guten Seiten, wenn auch nicht zu zahlreich vertreten. So vermag Stück Nr. 2, seines Zeichens ein Instrumental im mittleren Tempo, mit seinen angenehm rauen Klängen irgendwo in der Nähe von Ildjarn durchaus zu überzeugen, wenn auch nur auf seine eher bescheidene Weise. Darauf folgt dann aber erst mal das obligatorische Burzum Cover (als wenn es nur einen guten Musiker im hohen Norden gab), welches aber im schlichten Mittelmaß an mir vorüber zieht und jeden eigenen Akzent vermissen lässt. Den Abschluss des Ganzen bilden dann noch 2 Bonusstücke aus dem Jahr 1998, welche aber dem faden Beigeschmack dieser Veröffentlichung auch nicht wirklich entgegnen können, wirken sie doch ebenso durchschnittlich wie der Rest.
Und wenn man dann auch noch schlussendlich registriert, dass fast die Hälfte der Stücke dieses Demos aus fremder Feder stammen und es in all den Jahren des scheinbaren Bestehens auch nur für 3 veröffentlichungswürdige Eigenkompositionen gereicht zu haben scheint, stellt sich natürlich die Frage nach dem kreativen Potenzial dieser Truppe. Ich für meinen Teil bin da skeptisch.

3,5/10

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Wolfsgrimm
24.05.2005


Redaktionsbewertung:
azaghal - psephos -
Laeknishendr 4 Amicus -
Erik 5 odium -
sic - Wolfsgrimm 3,5
IT - Mondtus -
Argathon -
Gesamtdurchschnitt: 4,2